Die wirtschaftliche Bedeutung Grönlands

Beim politischen Konflikt um Grönland wirkt die Insel wie eine bedeutende Wirtschaftsmacht. Spoiler: Dem ist nicht so: Die zum Königreich Dänemark gehörende Insel mit rund 57.000 Einwohner:innen hat 2024 ein Bruttoinlandsprodukt von 3,2 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Grönlands wichtigster Handelspartner ist Dänemark und Fisch macht mit einem Anteil von mehr als 90 Prozent am gesamten Volumen den wichtigsten Exportartikel aus. Warum will US-Präsident Donald Trump also eine größtenteils eisbedeckte Insel übernehmen?
Weil Grönland offenbar über große Schätze verfügt: Hier befindet sich Schätzungen zufolge das größte bekannte Vorkommen seltener Erden. Dabei handelt es sich um Rohstoffe, die aufgrund ihres Einsatzes in Zukunftstechnologien immer gefragter sind. In Grönland wird davon bisher aber kaum etwas abgebaut, da die Infrastruktur fehlt. Dieses Potenzial wollen die USA jetzt für sich nutzen.
Der Grönland-Konflikt dürfte auch zentrales Thema beim Weltwirtschaftsforum in Davos werden, Trump hat seine Teilnahme angekündigt. Es handelt sich also, auch wenn es angesichts der überschaubaren Wirtschaftsleistung nicht so scheint, einmal mehr um einen wirtschaftlichen Konflikt, der eskaliert. Das ist aktuell auch an den Börsen spürbar. Der wieder aufflammende Zollstreit sorgt für Nervosität, die sich heute Morgen bei den Leitwerten abzeichnet. Die Edelmetalle sind währenddessen auf Rekordkurs. Wer in Seltene Erden investieren möchte, kann das zum Beispiel über diese zwei ETFs tun.
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Bis Freitag!
Lisa

