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Business is personal, health is wealth. Elisabeth Oberndorfer liefert dir ein persönlich kuratiertes Update aus Wirtschaft, Tech und Longevity. Erfahre jeden Freitag, wo du dein Geld und deine Energie wirklich investieren solltest. Dir wurde dieser Newsletter weitergeleitet? Hier abonnieren.

Heute bei Smart Casual

  • Menschen als Werbefläche

  • Hugging Face

  • Frage der Woche

  • Smart Markets

  • Was diese Woche noch passiert ist

Menschliche Pop-ups

Viele Werbeanzeigen deuten darauf hin, dass es der Wirtschaft gut geht und der Journalismus finanziert wird. Deshalb finde ich sie nie störend, sondern freue mich darüber. Damit bin ich eine Ausnahme. Weil die meisten anders empfinden, versuchen Plattformen und Werbetreibende, die Werbung so angenehm wie möglich auszuspielen – seit dieser Woche im deutschsprachigen Raum auch ChatGPT. In meiner aktuellen Ökonowie-Kolumne ordne ich ein, was das aus Nutzer:innensicht bedeutet.

Neben der Wirtschaft habe ich noch eine andere große Leidenschaft: das Laufen. Deshalb verfolge ich diese Woche das größte Trailrunning-Event mit, den UTMB. Wie in die Social-Media-Plattformen fließt auch hier immer mehr Geld rein. Und auch hier gibt es prominente Werbeflächen: die Athlet:innen. Wir sehen die Elite-Läufer:innen stundenlang bis zu 174 Kilometer laufen und dabei ihre Schuhe, Bekleidung, Ausrüstung, Verpflegung. Es sind also zig Marken aus den unterschiedlichsten Kategorien, die hier Menschen als Werbeflächen nutzen – und nicht zuletzt sind solche Events auch Werbung für die jeweilige Tourismusregion. Das Publikum nimmt das jedoch nicht als Werbevermarktung wahr, sondern als sportliches Großereignis – und legt beim Scrollen nebenbei schon den neuesten Trailschuh in den Warenkorb. Je mehr Milliarden derzeit in die Werbung auf Meta, Google und vielleicht bald auch ChatGPT fließen, desto größer wird das Potenzial von Offline-Events und Menschen als Werbeträger:innen. Vielleicht sollte ich den Journalismus sein lassen und ins Trailrunning wechseln, da ist offenbar das Geld.

Du möchtest auch aus deinem Geld mehr machen? Dann empfehle ich dir unseren Smart Money Strategy Day am 25. September in Wien, ein paar Plätze haben wir noch frei. Alle Infos und Anmeldung findest du hier.

Ein KI-Schatz für Nvidia

Wenn wir über KI-Plattformen sprechen, dann meistens über ChatGPT, Claude und vielleicht noch Perplexity und Gemini. Es gibt jedoch eine weitere große Plattform, die im öffentlichen Diskurs kaum erwähnt wird, in der KI-Community aber zentral ist: Hugging Face. Dabei handelt es sich um eine Plattform, auf der KI-Modelle gehostet und geteilt werden, ähnlich wie bei der Developer-Plattform GitHub. Letztere wurde 2018 von Microsoft für 7,5 Milliarden US-Dollar übernommen. Und auch Hugging Face steht jetzt vor einer Akquisition.

Nvidia hat sich laut The Information mit Hugging Face auf eine Übernahme für 12,9 Milliarden US-Dollar geeinigt, bestätigt haben das beide Unternehmen bisher nicht. Der Chipkonzern investierte bereits 2023 in das Startup, das damals 4,5 Milliarden US-Dollar wert war. Ein Angebot Nvidias über 500 Millionen Dollar, das Hugging Face mit sieben Milliarden bewertet hätte, hatte das Unternehmen zuvor abgelehnt. Was seither passiert ist: Die Plattform wurde im Juli von rund 700 KI-Agenten von OpenAI attackiert. Vielleicht war dieser Sicherheitsvorfall ein Anlass dafür, doch einen Exit anzustreben. Auf Hugging Face liegen eigenen Angaben zufolge mehr als zwei Millionen KI-Modelle, Nvidia würde also einen großen KI-Schatz einkaufen.

Frage der Woche

Der Sommer neigt sich dem Ende zum, es geht wieder back to business – und deshalb steht der nächste Klaiton x Smart Casual Market Pulse an. Wir möchten von euch wieder wissen: Wie läuft das aktuelle Quartal, wie ist die Stimmung? Die Umfrage dauert nur zwei Minuten und ihr bekommt danach wie immer eine persönliche Einordnung von uns.

Von Buzzwörtern lässt ihr euch jedenfalls nicht beunruhigen, wie die Ergebnisse von letzter Woche zeigen:

📈 Smart Markets und Watchlist

Der Nvidia-Quartalsbericht und der positive Ausblick haben die Ängste vor einer KI-Blase leicht wegradiert und für gute Stimmung gesorgt. Bitcoin profitiert noch immer von der Schuldenkrise in den USA, Investor Ray Dalio hat sowohl für die Kryptowährung als auch für Gold eine Empfehlung ausgesprochen.

Index

Wert

7 Tage Performance %

DAX

26367,24

0,88%

ATX

6676,23

0,67%

S&P 500

7730,99

0,74%

NASDAQ 100

29641,56

1,14%

Bitcoin (Euro)

68915,23

7,75%

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🗞️ Was diese Woche noch passiert ist

Meta einigt sich im Kinderschutz-Prozess mit 47 US-Generalstaatsanwaltschaften auf rund 17 Milliarden Dollar und muss für unter 18-Jährige künftig eine Standard-Zeitgrenze von zwei Stunden einziehen. Es ist ein guter Deal für den Konzern, der vor dem Prozess einen möglichen Schaden in Billionen-Höhe kommuniziert hatte. (NYT und Wiener Zeitung)

Stripe und die Investmentfirma Advent haben Insidern zufolge kein Interesse mehr an der Übernahme von PayPal. (Bloomberg)

Die deutsche Wirtschaft wächst das dritte Quartal in Folge, mit einem Plus von 0,3 Prozent lag das BIP-Wachstum leicht über den Erwartungen. (Zeit)

Nach dem Tod von Klaus-Michael Kühne soll das Vermögen und die Beteiligungen des Unternehmers im Wert von rund 38 Milliarden Euro in seine Privatstiftung fließen. (SZ)

Ein US-Gericht hat die Einstufung von Anthropic als Lieferkettenrisiko durch das Pentagon aufgehoben. (Axios)

In Deutschland sorgten diese Woche Pläne über eine Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke für Diskussion. Finanzminister Lars Klingbeil erklärt jedoch, dass die Steuer nur auf zuckerhaltige Getränke eingeführt werden soll. (Spiegel)

Schönes Wochenende!
LG, Lisa

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